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Date Night – wie wir unsere kindfreien Abende organisieren und nutzen

Wird man Mutter erweiterter sich der eigene Wortschatz um ein paar herrliche Vokabeln. „Kindfrei“ ist mir davon mit Abstand die Liebste. Die Spontanität der früheren Jahre ist futsch und die Zweisamkeit mit dem Partner beschränkt sich auf die spärlichen Stunden am Abend, bevor man selbst erschöpft ins Bett wackelt.

Einen Abend kindfrei zu haben ist daher für uns ein echtes Highlight. Davon, wie wir diese Abende organisieren, wer uns das Kind abnimmt und was wir mit der wertvollen Freizeit anstellen, soll dieser Beitrag handeln.

Die Organisation

Wir haben bereits früh damit begonnen, Kilian ans Auswärtsschlafen zu gewöhnen. Da meine Eltern beide berufstätig sind und meine Mutter im Einzelhandel auch samstags arbeiten muss, melden wir Wunschtermine immer weit im voraus an, damit es in den Schichtplan eingearbeitet werden kann. Das klappt meistens ganz gut und der Opa ist durchaus auch bereit Kilian mal ein paar Stunden allein zu betreuen, falls Oma doch Spätschicht arbeiten muss.
Kilian durfte mein altes Kinderzimmer beziehen und schläft zum Glück gerne bei Oma und Opa.

Andere Verwandte, die Kilian über Nacht nehmen, gibt es leider nicht. In unserem Dorf gibt es leider auch keine bezahlbaren Babysitter im klassischen Sinne, denen ich mein Kind anvertrauen könnte. Die meisten Jugendlichen, die sich auf den einschlägigen Betreuungsplattformen anbieten sind nicht mobil und eine Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in unser Dorf in den Abendstunden ist schier unmöglich.

So kommen wir auf durchschnittlich eine Nacht kindfrei im Monat.

So sehen unsere Date Nights aus

Tatsächlich gibt es nur eine Aktivität aus unserem vorkindlichen Leben, die mein Mann und ich vermissen: Konzerte. Fast jeder kindfreie Abend wird daher damit genutzt in einem stickigen Raum mit tausenden anderen Menschen zu viel zu lauter Musik abzufeiern. Selbst wenn Kilian von heute auf morgen entscheidet, dass er bei Oma und Opa schlafen will, checken wir eher die aktuellen Konzerttermine und fahren spontan 200 km bis Leipzig bevor wir uns für Kino oder Essen gehen entscheiden.

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Natürlich gehört auch das Aufbrezeln vorher zum Programm. Schließlich will man sich nicht anmerken lassen, wie anstrengend die letzten Wochen im Alltag waren.

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Mit der Planung klappt es eigentlich immer gut, da man Tickets weit im Voraus buchen kann. Bis jetzt ist es auch noch nie vorgekommen, dass wir Tickets wegen Krankheit wieder verkaufen mussten.
Ein Großteil der Freizeit verbringen wir dann allerdings im Auto, denn in unserer Umgebung finden kaum Konzerte statt. Für die richtigen Bands nehmen wir gerne Fahrten bis Wiesbaden, Hannover und Leipzig in Kauf.

Die Besten kindfrei Abende sind jedoch die, bei denen wir Konzerte noch mit unseren Freunden kombinieren können. Das alljährliche In Extremo Konzert in unserem Heimatort, gemeinsam mit meiner Besten Freundin und ihrem Herzmann sind dabei zur Pflichtveranstaltung geworden und ein Termin, dem ich schon Monate im Voraus entgegen fiebere.

Während Kilian dann am nächsten Morgen noch in Ruhe mit den Großeltern frühstückt, können wir uns gemeinsam ausschlafen, was sonst auch nur im Wechsel funktioniert.

 

Wie Chutriel, Lerche und Schokominza ihre kindfreien Abende gestalten, lest ihr in den kommenden Wochen.

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