Allgemein

Eingewöhnung ins neue Konzept – die erste Woche

Montag – Kilian ist merklich aufgeregt, schon lange bevor wir überhaupt los fahren. Punkt 7.30 Uhr stehen wir vor der Tür. Mit den anderen Eltern hatten wir uns abgesprochen wann wer kommt, damit keines der Kinder im fremden Haus alleine dasteht. Von unseren Bezugserziehern ist niemand in Sicht: eine krank, die andere für die Spätschicht eingeteilt. Warum sollte sie auch am ersten Tag „ihre“ Kinder empfangen? Zum Glück betreut an diesem Morgen Rebecca das Bistro. Sie ist bei allen Kindern sehr beliebt und Kilian geht ohne zu meckern frühstücken. Er darf neben Karl sitzen, da ist die Welt in Ordnung.
Nachmittags hole ich ihn gegen 15:30 Uhr ab. Er ist mit den anderen Kindern im Garten. Da es hier keine Pinnwand für die Ausweise gibt, ist das für mich nicht auf den ersten Blick ersichtlich, daher dauert es eine Weile bis ich ihn gefunden habe. Unser Wäschebeutel dagegen ist nicht aufzufinden. Auch andere Mütter vermissen den Beutel ihrer Kinder. An den Haken hängt alles unübersichtlich durcheinander. Ich finde von Kilian zwei Plastiktütchen mit Pipi-Wäsche. Bevor wir gehen nimmt mich deshalb die Erzieherin (Gabi) zur Seite und fragt mich, ob zu Hause was nicht stimmt. Das es bei einem 3-jährigen wohl einfach aufgrund der Umstellung mal zum Malheur kommen kann, kommt ihr wohl nicht in den Sinn.

Dienstag – erste Tränen beim Abliefern. Kilian will lieber mit Masih spielen, anstatt im Bistro zu frühstücken. Zu Hause gab es nur Kakao, weshalb ich ihn nicht so einfach davon kommen lassen kann. Er verspricht mir wenigstens sein Knoppers zu essen und setzt sich zu Anna an den Tisch.
Oma, die ihn heute abholt, bekommt ein kurzes Briefing per WhatsApp, damit sie Kind und Wäschebeutel auch findet.

Mittwoch – wieder kein Bock auf Frühstück. Zum Glück sitzen Ida und Ian im Bistro, Kilian lässt sich damit schlussendlich doch noch beknien zu frühstücken. Nachmittags ist er total k. o., quengelig und maulig. Seine Erzieherin habe ihn geschimpft und in den Fuß gekniffen. Der Zeh ist blau und etwas abgeschürft. Ich nehme mir fest vor, sie am Donnerstag darauf anzusprechen.

Donnerstag – Kilian hatte seine Geschichte vom Vortag auch gegenüber anderen Personen wiederholt. Beim Abgeben kann ich die Erzieherin allerdings nicht ansprechen. Es herrscht Bahnhofsatmosphäre im Flur. Bis zu ihr ins Atelier ist kein Durchkommen. Außerdem weint Kilian erneut, weil er nicht frühstücken will. Bis Rebecca und ich ihn endlich überredet haben, ist Gabi außer Sichtweite.
Auf Arbeit herrscht das blanke Chaos – Bombenfund. Das Abholen übernimmt daher mein Mann. Gabi hat da schon Feierabend.

Freitag – morgens läuft alles bestens. Es gibt Kakao, Kilian ist glücklich!
Am Nachmittag hole ich ihn mit Tante Tracy und Onkel Nico ab. Es ist bereits 15.15 Uhr. Im Flur stehen mehrere Spatzeneltern. An die neuen Abholzeiten haben wir uns scheinbar alle noch nicht gewöhnt.

Insgesamt war die erste Woche im neuen Haus nicht sooo schlecht. Man merkt jedoch die Hektik unter den neuen Bedingungen den Kindern deutlich an. Auch unsere Erzieher wirken gestresst und als hätten sie keinen Überblick. Noch habe ich auch keinerlei Überblick darüber, was mein Kind tagsüber so macht. Die Laune ist meistens abends aufgrund Erschöpfung so schlecht, dass ich keine Antworten bekomme, was am Tag gelaufen ist. Kilian freut sich weiterhin jeden Tag auf den Kindergarten und das ist was für mich an erster Stelle steht.

In der nächsten Woche heißt es für mich Spätschicht! Unsere Bring- und Abholzeiten werden sich dadurch stark verschieben und es bleibt weiter spannend.

3 Kommentare zu „Eingewöhnung ins neue Konzept – die erste Woche

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s