Allgemein · Urlaub

WOANDERSSEIN: Vom Urlaub in Kroatien

Endlich wieder Urlaub machen

Die letzten beiden Jahre hatten wir auf einen Sommerurlaub verzichtet, weil es zeitlich nicht passte, aber in diesem Jahr wollte ich dieses WOANDERSSEIN haben. Ihr erinnert euch, Studium und Masterarbeit hatte ich im Frühjahr hinter mir gelassen und zeitgleich startete ich ins Berufsleben. Plus Nebenjobs. Meinen Körper hatte ich drei Jahre lang nicht mehr für mich gehabt – Auf die eine Schwangerschaft folgte das Stillen, dann die andere Schwangerschaft und das erneute Stillen. Es wurde Zeit: Nun wollte ich das tun, was alle machen: Im Sommer wegfahren, am Strand liegen und chillen.

Mein Schwiegerpapa schlug vor: Dann lasst uns doch alle zusammen nach Kroatien fahren! In seinem Heimatdorf Dugi Rat hat er kürzlich sein Haus fertig gebaut mit zwei Appartments und der Knüller ist: Es liegt direkt am MEER. Fantastisch, oder? Da sagten wir nicht nein und machten uns in den letzten beiden Septemberwochen auf nach HRVASTKA!

Blick auf die Adria

Am Morgen des Abfluges konnten wir noch chillen, stellten aber am Flughafen fest, dass ich die Zeitspanne bis zum Abflug mit einer Stunde völlig falsch kalkuliert hatte. Als wir unser Gepäck abgegeben hatten, lief theoretisch schon die „Boarding Time“ und wir mussten uns noch nacktscannen und unser Handgepäck überprüfen lassen. Wir hatten noch nicht unsere Pässe vorgezeigt und nicht das Gate gefunden. Wir rannten, die Kinder quängelten, aber immerhin schafften wir es rechtzeitig ins Flugzeug, denn die tatsächliche „Boarding Time“ hatte sich verzögert. Puh!
Für die Kinder lief der Flug entspannt, nur mein Mann saß kreidebleich auf seinem Sitz und blieb 1,5 Stunden lang unansprechbar. In Split holte uns der Schwiegerpapa mit dem Auto ab und wir fuhren nach Dugi Rat, wo uns Schwiegermama schon mit Essen begrüßte. Das Haus begeisterte uns: Von den zwei Appartments bezogen wir eines und hatten ein großes Schlafzimmer und eine noch größere, neue Küche. Hier ließ es sich aushalten! Von der Küche aus gelangte man über eine Schiebetür auf die Terasse.

Konnte ich chillen?
Ja, das konnte ich tatsächlich. Für meinen Geschmack hatten wir ein bisschen zu wenig Action, aber über Stress musste keiner klagen. Schwiegermama kümmerte sich zum größten Teil um den Haushalt incl. Wäsche waschen und Kochen, sodass wir die Zeit mit den Kindern genießen konnten. Und ich kam zum lesen: Meine vier mitgenommenen Romane verschlang ich in diesen Tagen. Das sagt alles, oder? Zu Hause komme ich viel zu selten noch zum Lesen.

Aber das Wetter spielte nicht mit
Den Zeitpunkt unserer Reise legten wir auf Ende September. Wir wollten den Minis keine 40 Grad zumuten und hofften auf eine angenehme Wärme. Leider brach am dritten Tag ein Gewitter über uns herein, das rummste und krachte. Es schüttete Unmengen Regenwasser über uns. Danach hatte sich Kroatien leider abgekühlt. Das Wasser speicherte die Wärme, sodass ich noch täglich schwimmen ging, aber die Kinder wagten sich nur mit den Füßen ins Nass oder warfen vom Ufer aus Steine ins Meer. Den Strandurlaub mussten wir umdenken.

Annika wird von Oma getragen, rechts: Ich mit Buggy

Ein Autoland
Mein Mann und ich fahren selbst nicht Auto, weswegen wir in Dugi Rat ziemlich verloren waren. Es gibt keine Fußgängerwege, noch nicht einmal einen Bürgersteig und wer seine Nachbarn 400 Meter entfernt besuchen möchte, der fährt mit dem Auto dahin. So blieben zwei Möglichkeiten, um in die etwas größeren Städte Omiš oder Split zu kommen: Entweder mit dem Bus oder wir fuhren mit den Schwiegereltern zusammen. Meistens entschieden wir uns für letzteres, hatten aber das klassische Problem: Es ist schwierig so viele Leute und Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen. So wurden diese Ausflüge meist nur ein Kompromiss von 2 Stunden Aufenthalt.

Mein Mann mit Mila in den Bergen

Durch das schlechte Wetter konnten wir etwas machen, das wir bei Hitze wohl sein gelassen hätten: Wir kraxelten durch die Berge und entdeckten dort unsere Liebe für Feigen.

Opa mit Mila im Boot
Ein Highlight, welches wir uns für den letzten Tag aufgesparrt hatten, war eine Bootstour auf einem Fluss durch die Berge. Das hatte sich Mila unbedingt gewünscht und weil wir bereits um 10 Uhr abfahrbereit am Hafen standen, bekamen wir unser Boot nur für uns allein.
Annika wird ein Jahr alt! Mila hilft beim Auspacken der Geschenke.

Im Urlaub feierten wir dann auch Annikas allerersten Geburtstag. Wir luden zwei Kinder ein, von einem Cousin meines Mannes, und auch noch andere kroatische Verwandtschaft. Wir konnten uns durch die Sprachbarriere zwar kaum verständigen, aber ich würde sagen, es war trotzdem sehr schön. Am Ende spielten wir noch Uno und Rommé, während die Kinder drinnen kleine Legowelten zusammen steckten. Das Spiel siegte über die Sprache.

Ein bisschen Kroatisch bleibt hängen: Nach dem Urlaub kann Mila „bog“ (hallo) und  „laku noć“ (gute Nacht) sagen, „hvala“ (danke) und „lutka“ (Puppe). Sie wusste, dass „doći!“ „Komm her“ heißt und die Katze eine „mačka“ ist. Und natürlich kennt sie „sladoled“, weil wir sie jeden Tag gegessen haben: Eiscreme!

Fazit
Mit den Schwiegereltern in Urlaub zu fahren, entpuppte sich als gute Idee. Wir konnten richtig gut entspannen und den Alltag hinter uns lassen.
Wenn wir jedoch wieder einmal Urlaub in Kroatien machen, reisen wir im August und bruzeln bei 40 Grad in der Sonne. Ich will doch auch braun werden, wenn ich in Kroatien bin! Ansonsten gefällt uns das Land und die Sprache und besonders das Meer und die Feigen! Für die Kinder finde ich auch schön, dass sie eine Verbindung zu dem Land bekommen, aus dem ihr Großvater stammt und dass ihnen ihren Nachnamen bescherrt.

Es wird wahrscheinlich mit den Jahren immer spannender für sie, mit ihren Großcousinen und Großcousins zu spielen, die in HRVATSKA leben und eine andere Sprache sprechen.

Und ich schwimme derweilen im Meer. Mein Lieblingsort!

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